15.10.2020 - Trotz Corona/Europäische Energiebranche blickt positiv in die Zukunft

Eine große Mehrheit der Akteure im Energiebereich blickt zuversichtlich in die Zukunft, was die Einführung nachhaltiger Energietechnologien durch die Industrie in den nächsten 12 bis 18 Monaten angeht - trotz der Folgen der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 200 europäischen Energieunternehmen durch das Beratungsunternehmen EIT InnoEnergy.

Ziel der Umfrage unter 200 Energieunternehmen, Innovationsführern und Investoren in ganz Europa war es herauszufinden, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft hat, und ein Stimmungsbild über die Zukunft der Energiewende einzufangen.

Das positive Stimmungsbild ziehe sich durch den gesamten Energiebereich, von großen Konzernen über kleine und mittlere Unternehmen bis hin zu Start-ups. Die Befragten seien sich darüber einig, dass die Aussichten für die Zukunft der Branche gut seien, hieß es. Allerdings sehen die Umfrageteilnehmer auch Handlungsbedarf, um sicherzustellen, dass sich die Lage nicht verschlechtert. So müsse insbesondere der Zugang zu Förderprogrammen und Investitionen verbessert werden. 78 Prozent der Befragten gaben an, darin aktuell die größte Hürde für die Entwicklung von Innovationen zu sehen.

In Deutschland ist die Zuversicht unter den Energieakteuren etwas gedämpfter als im europäischen Durchschnitt. Hierzulande bewertete nur gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) die Aussichten für die Einführung nachhaltiger Energietechnologien in den nächsten Monaten als positiv. Als größte Hürden wurden, ähnlich wie in den anderen Ländern, fehlende Förderprogramme und Investitionen (76 Prozent), der erschwerte Zugang zu Partnern (59 Prozent) sowie die nur langsam wachsende Kundennachfrage nach neuen Technologien (53 Prozent) genannt.

Die wichtigsten Qualifikationsanforderungen aus Sicht potenzieller Arbeitgeber sind laut Umfrage vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Energiespeicherung (58 Prozent), Energieeffizienz (46 Prozent) und Erneuerbare Energien (45 Prozent). 36 Prozent der Befragten gaben an, Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern zu haben.

MBI/sir/15.10.2020

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